Gigadozer 120

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Als Antrieb hat sich Ralf zwei Glockenankermotoren mit je 160 W Leistung incl. Planetengetriebe ausgeguckt. Über die Kosten schweigen wir mal...

Angestrebtes Gewicht fahrbereit 32 - 40 kg. Somit war auch das Baumaterial klar, Stahl und Stahlblech für die tragenden und "arbeitenden" Teile, Kunststoff für Anbauteile wie Fahrerhaus, Verkleidungen ect. Hier und da kommt auch Messing und Alu zum Einsatz.

Die Kette kommt aus dem Hause Veroma, da sie schon bei beiden Vorgängerraupen erfolgreich eingesetzt wurden. Ein weiteres Kaufteil ist die Hydraulikpumpe von Martin Kampshoff und die Steuerventile von Premacon.

Alles andere wird in Ralfs Werkstatt selbst gebaut. Die meisten Stahlteile werden verschweißt, andere geschraubt.

Warum baut jemand eine Planierraupe nach der anderen? Weil er es kann? Oder weil es doch nicht so geworden ist, wie gedacht?

Nachdem Ralf eine CAT D11N gebaut hat, die seiner Meinung nach zu leicht und schwach ist, danach 2015 die Allis-Chalmers HD41 fertig gestellt hat, kam er zu dem Schluss, daß die "kleine" Allis doch nicht dazu taugt, "Berge" zu versetzen. Also braucht Ralf was "richtig großes". Bleibt nicht viel übrig, wenn man von serienmäßig gebauten Raupen ausgeht. Aber Ralf verfolgt da seine eigene Philosophie: Warum nach einem Original bauen, man könnte auch seine eigene Kreation auf die Kette stellen.

Ganz so einfach ist die Geschichte auch nicht, also wird zuerst etwas recherchiert.

Die z.Z. größte serienmäßig gebaute Raupe ist die Komatsu D575A. Die gibt es auch als Modell in verschiedenen Maßstäben. Die kleinste ist 1:87 und kostet nicht viel. Ralf wollte auch nur ein Anschauungsobjekt, um sich die ersten Gedanken zu machen. Nachdem er auch noch eine unvollständige Zeichnung der Komatsu bekommen hatte, kamen die ersten Ideen. Hier aber zuerst ein paar Eckdaten der originalen D575A: Länge incl. Schild 11720 mm, Gesamthöhe 4880 mm, Schildbreite 7400 mm, Schildhöhe 3640 mm, Betriebsgewicht 115 t.

 

 


 

 

 

 

 

 

 

 


 

23.Dezember 2017

Viel ist passiert im vergangenen Jahr. Leider hat Ralf keine Bilder von den verschiedenen Bauphasen gemacht. Links die fertige Wanne aus verschweißten 2 mm-Stahlblech mit den Kettenrädern.

Die beiden "U's" am Heck sind die Aufnahmen für die Hydraulikzylinder vom Heckaufreisser.

Rechtes Bild, von links nach rechts: Winkelgetriebe, Kardangelenke, Planetengetriebe (in den Alublöcken fixiert), Motoren.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Links die beiden Laufwerke. Rechts der Schild, ca. 400 mm breit.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Deckel drauf! Links ist das Fach für den Akku zu sehen.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Die Hydraulikpumpe mit Tank, Ventilen und Servos als eine Einheit. Praktisch bei Wartungsarbeiten.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Die Hydraulik-Zylinder hat Ralf diesmal aus Stahlrohr gebaut, anstatt wie sonst aus Messingrohr.

Hier provisorisch montiert um die Position und die Länge der Kolbenstange zu ermitteln.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Das gleiche Spiel hinten für den Heckaufreisser.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Links die Kolben und die Kolbenstangenendstücke. Rechts das Endstück vom Zylinder, wo der Dichtring und Abstreifer sitzen.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Die fertigen Zylinder um den Schild anzuheben. Fehlen nur noch die Anschlussnippel.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Hier ist die Tiefe der Schild zu sehen. Es soll keine Planierraupe sein, sondern möglichst viel Material auf einmal zu verschieben, um es z.B. mit einem Bagger, Radlader ect. zu verladen.

Oder es mit Ralfs Worten zu sagen, Berge versetzen!

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Es sieht fast so aus, als sollte das eine Laderaupe werden. Aber aus der Erfahrung heraus hat Ralf extra bei der Höhe und dem Neigungswinkel "übertrieben".

Es hat sich gezeigt, das manches beim Original funktioniert, im Modell aber noch lange nicht. Kompromisse werden bei uns selten gemacht, nur weil es dem Original entspräche.

Das Teil soll arbeiten, nicht spielen!

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Die fertigen Heckzylinder.

 

 

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Da es für diese Raupe kein Vorbild gibt, es sich eine neue Art der Carry-Dozer handelt, sollte auch kein klassisches Fahrerhaus geben. Eher etwas was in der nahen Zukunft schon Realität sein könnte.

Eine teil-autonom operierende Maschine. Daher der "Scanner" auf dem fahrerhausähnlichen Aufbau.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

So ganz gefiel Ralf das immer noch nicht. Hier ein paar "Pappvarianten".

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Der Heckaufreisser. Bei den meisten Raupen nur Zierwerk, der hier soll er seinen Namen alle Ehre machen.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Links: So aufgebockt lassen sich prima die Ketten reinigen. Rechts der Reißzahn, höhenverstellbar.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

April 2018

Die ersten Testfahrten fanden im Februar in Dänemark statt. Hier auf unserem Gelände kann sie zeigen, was sie so drauf hat. Hier noch ohne Heckaufreißer.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Mai 2018

Der Heckaufreißer ist fertig und kann getestet werden.

 

 

 

 

 

 

 

August 2018

Nachdem die Raupe ausgiebig gestresst wurde, konnte sie wieder zerlegt, gereinigt und lackiert werden. Jetzt wieder zusammenbauen...

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Von unten: Gut zu sehen die Aufhängung und die Wippe.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Der Lüfter ist keine Show, sondern nötig. Gerade im Sommer, wenn die Sonne knallt, wird es recht warm im Bauch der Raupe.

 Pumpe, die beiden Antriebsmotoren, die Regler erzeugen jede Menge Wärme.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Laufwerks-Montage.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Alle Laufrollen und Stützrollen (rechts) sind montiert...

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

...fehlt noch das Leitrad. Eine Abdeckung für die Mechanik des Kettenspanners, damit nicht allzu viel Dreck hinein fällt. Das Gleiche gilt für die andere Seite.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Ein Laufgitter muss sein! Auch teil-autonome Maschinen müssen gewartet werden. Rechts eine der Planeten-Attrappe aus Stahl: Bringt noch mal ein paar Gramm Gewicht.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Kettenmontage.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Das Hydraulik-Gedöns muss auch wieder rein. Rechts alles schon ordentlich verlegt und befestigt.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Zylinder-Montage. Hier sind noch mal die Lüftungsgitter vorne und hinten zu sehen.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Die Arme für den Schild. Mit ihnen wird die Kraft vom Schild in die Laufwerke abgeleitet. Rechts: Die Hubzylinder sind direkt am Schild befestigt.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Jetzt sind auch die Zylinder für die Neigung, bzw. den Anstellwinkel des Schild montiert. Die stark Neigung ist nötig, damit auch klebriges Material aus dem Schild fällt.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Heckaufreißer und Reißzahn.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Soweit fertig. Fehlt noch eine Fahrerkabine oder...???

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Juni 2019

Die Saison läuft schon, die Raupe hat ihr Finish bekommen. Dank Martins Plotter sind die Schriftzüge kein Problem und schnell gemacht.

Das "Gehirn" sitzt unter dem orangenem "Scannermodul". Teil-autonom halt!

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Unterflurbeleuchtung und rechts mit Arbeitsbeleuchtung.